Das richtige BBQ-Rub die Basis

Seit einiger Zeit denke ich über einen wichtigen Post nach. “ Das richtige BBQ Rub “ für fast alle Gegebenheiten. Zu Chicken soll es passen, zu BBQ-Ribs und zu Lamm und Schwein… Das Problem war, das ich schon so viele Rubs in meinem Leben hergestellt und mit so vielen Zutaten experimentiert habe, dass es schwer wird genau das auf einen Punkt zu bekommen. Natürlich hatte ich schon 1-2 mal den perfekten Rub gefunden, doch vergessen, die Zutaten und die Menge richtig auf zu schreiben.

Also nahm ich mir vor zukünftig jede Menge ab zu wiegen und nach mehreren Tests und Juriewertungen (meine Familie ist da sehr prädestiniert für) das ganze stück für stück zu verfeinern.

Zudem war ich in letzter Zeit zu einigen Bar-B-Q Wettbewerben und habe mich auf verschiedenen Grillakademien

z.B. https://www.weber-grillakademie.com/ oder
http://grillundgenuss.tilda.ws/

rumgetrieben. Es ist schon erstaunlich was man da alles lernt, wenn man nicht nur den Freigetränken frönt, sondern auch den Teilnehmern zu hört und den „Grillmeistern“.

Was ist also das richtige BBQ-Rub?

Ein Bar-B-Q Rub ist einfach gesagt eine Gewürzmischung für das Grillgut, das aufgetragen wird, bevor dieses Gegrillt oder Gesmoked (Link auf meinen Smoker Artikel) wird. Natürlich kann man es auch zu etlichem mehr verwenden zum Beispiel für die Herstellung von Bar-B-Q-Popcorn… schon mal probiert? Ist ganz einfach).

Aber ganz ehrlich, das wäre ja zu einfach, wenn man da son bisschen was zusammen schüttet und nen cooles Rub bei rauskommt. Im Gegenteil, wenn man sich nicht etwas Gedanken macht und schon etliche Erfahrung hat, kommt es eher vor, das das Rub das Fleisch austrocknet oder widerlich schmecken lässt. Jede Fleischart, sollte sein eigenes Rub haben und die Rubherstellung ist extrem schwierig und macht Fleischgeschmack einzigartig. Deshalb halten etliche Bar-B-Q Grills in den USA auch Ihren Rub geheim und lassen ihn sogar patentieren, so wie auch ich meine Rubs geheim halte und hab mir sichern lassen.

Dennoch kann die Herstellung vom richtigen BBQ-Rub in ein Standard Prozess heruntergebrochen werden und nach Kategorien vorgegangen werden:

Salz und Zucker:

Die richtige Mischung aus Salz und Zucker bildet die Basis für jedes Rub und die Anteile daran sollten für jede Fleischart variieren. Schweinefleisch zum Beispiel liebt Zucker, also kannst du schon mal mit einer 50/50 Basis beginnen oder das Verhältnis in Richtung Zucker verschieben, wenn es eine schwerere Süße ergeben soll. Das krasse Gegenstück dazu ist das Rinder Brisket, welches gar keinen Zucker braucht. Also „all in“ für Salz! Und auch hier fängt das Finetuning schon an: Standard Zucker und Standard Salz sind ja ganz schön, aber zum Beispiel Rohrzucker und Knoblauchsalz geben schon wieder ganz andere Noten und verleihen dem Grillfleisch schon wieder Ihr eigenes i-tüpfelchen an Geschmack.

Pfeffer(sorten)

Das richtige BBQ-Rub kommt nicht ohne Pfeffer aus. Dabei ist aber nicht gemeint schwarzen Pfeffer drauf und schon hast du den optimalen Rub, nein das wäre ja zu einfach. Mit Pfeffer solltest du etwas spielen! Schwarzer Pfeffer und Cayennepfeffer ist eher der langweilige Standard Rub. Chipotlepowder, schon mal probiert? Der bringt ein extra Rauchgeschmack mit der schärfe, während Poblano Chilli (Ancho Chilli) einen erdigen Geschmack ab gibt, ohne große Schärfe… Also Mut zur Lücke, schwarzen und weißen Pfeffer ruhig mal mit was anderem mixen oder ersetzen.

Der Gewürzübergang…

Ich sage dazu Gewürzübergang, weil dies die essentielle Beimischung ist, die dem Fleisch mit dem Salz, Zucker und Pfeffer die Farbe und Tiefe gibt. Das ist der Spirit oder die Interpretation jedes Einzelnen wie das Fleisch schmecken soll. Bei der Gewürzmischung kannst du eine alles in allem zugrundeliegende Farbe/Geschmack vergeben. Hier kannst du mit Knoblauch, Zwiebeln, Senf, Paprika, Chilli oder Curry herumexperimentieren. Viel Spaß dabei.

Die besondere Gewürznote:

Die besondere Gewürznote darfst du auf keinen Fall preis geben! Sie ist die Unterschrift unter dein BBQ-Rub. Deine Seele ist in diesem Gewürz wie zum Beispiel Zimt andere nehmen Thymian was oft sehr gut passt, ich nehme auch gern Selleriesamen welches einen besonderen Geschmack am Fleisch und deinen Fingern hinterlässt, also immer wieder mal ablecken. Das richtige BBQ-Rub bestimmst halt du.

Ihr seht wie umfangreich dieses Thema ist und da haben wir noch nicht einmal die richtige Mop-Soße und die möglichen Raucharomen beschrieben, die während des Grillens den Rub unterstreichen soll und sogar noch herauskitzeln soll. Dazu werde ich sicherlich in der nächsten Zeit auch was schreiben. Also mutig voran Ihr BBQ-Rub-Jünger packt all diese Kategorien zusammen in euer eigenes Rub und Ihr werdet ein komplexes multilayer Rub entwickeln, welches den Bar-B-Q Champions nahe kommt oder gar besser ist.

Wenn ihr genau lest seid Ihr an meinem Rub dicht dran, welches schon mal den 3 Platz in einem Rubkontest gewonnen hat. Oder Ihr bestellt einfach eins der Rubs bei mir. Schreibt mir einfach eine Email und ich sende euch das Rub zu.

Spareribrub, Porkrub, Brisketrub, Chickenrub und Lambrub stehen zur Auswahl. Das richtige BBQ-Rub wartet auf euch.

So Rub-On…

Euer Piede

P.S. Rub heißt zwar reiben, aber Rub wird angedrückt! Nicht vergessen.

Ein Gedanke zu „Das richtige BBQ-Rub die Basis

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