Tag 1 indirektes Grillen auf dem Webergrill

Gestern habe ich mich an einer eher ungewöhnlichen Art des Grillens versucht. Dem indirekten Grillen. Das heißt, das Grillgut wird von heißer Luft umgarnt.

Dies funktioniert nicht bei allen Grills, aber bei meinem Webergrill (einem 47 cm Weber Holzkohle Kugelgrill) kann man das machen. Ich bin eigentlich kein Freund von Produktwerbung, es seie denn ich habe es ausprobiert und bin selbst mit dem Ergebnis des Tests sehr zu frieden. So ist es auch mit den verschiedenen Gar/ Grillmethoden beim Webergrill gewesen. Auf alle erdenklichen Weisen und auf allen erdenklichen Grillen habe ich schon gegrillt und muss neidlos gestehen, dass der Webergrill bisher der Beste ist.

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Nicht, dass das Fleisch nicht auch bei anderen Grillen gut geschmeckt hat, denn wichtig ist das Timing, also die Zeit, die das Grillgut auf dem Grill liegt, die Zubereitung, die Herkunft des Fleisches und die Grillkohle / die Temperatur der Grillkohle. Nur wenn lle Aspekte zu 100% zusammenspielen erhält man ein perfektes Grillergebnis. Allerdings scheint diese Kugeltechnik, und damit Verbunden die Philosophie und das Garen einen unnachahmlichen Genuß zu entfalten. Wenn man sich also an meine Tipps hält steht nicht nur Fleisch, sondern Gaumensex auf dem Grillteller!

Um jedoch nicht dich, den zukünftigen Grillmeister zu verschrecken, teste ich generell meine Erfolge mit handelsüblichen Waren und Kohlen. Folgende Tipps solltet Ihr euch als zukünftige Grillmeister aber zu Herzen nehmen:

1)    Grillen heißt: Geduld, Entschleunigung, Entspannen, Ruhe einkehren lassen, sich auf das Grillen freuen (dabei spielt es keine Rolle ob die Sonne scheint, ob es Regnet oder Schneit.

2)    Grillkohlebriketts durchglühen lassen (gebundene Schadstoffe durch Beschleuniger) bei Holzkohle reichen die angeglühten Kohlen damit man das Grillgut drüber legen kann. Achtung Holzkohle glüht auch heißer.

3)    Den Grillrost auflegen und nach kurzer Zeit mit einem Stahlbürste sauber reiben

4)    Das Grillgut erst waschen, dann ölen (damit es nicht am Grillrost kleben bleibt) und dann würzen. Besser keine fertig marinierten Fleischstücke verwenden sondern selbst machen (hierzu wird es demnächst einen Artikel von mir geben) oder am Besten ohne Gewürze alles auf den Grill legen. Wer kann, sollte immer hochwertiges Fleisch aus biologischer Haltung oder vom Schlachter um die Ecke kaufen und verwenden. Wer das nicht kann (kenn ich) dann einfach zu Aldi, Lidel und co. Gehen und wenigstens da etwas besseres holen. (Schweinefilet zum Beispiel)

5)    Je nach Dicke die Grillstücke nicht ständig wenden sondern je Seite mindestens 5-10 Minuten durchgaren, erst dann wenden. Ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend dann nochmals wiederholen. Aber grundsätzlich gilt: Immer ruhig bleiben und die Zeit am Grill genießen. Atmen, die Gerüche aufnehmen…. entspannen.

6)    Dickere Stücke als 5 cm oder mit Knochen nicht direkt, sondern indirekt grillen.

Aha das sind wir wieder beim Thema.

Weber Grill 47cm

Weber Grill 47cm

Was ist dieses Indirekte Grillen?

Beim indirekten Grillen mit dem Webergrill wird eine Zone des Kugelgrills mit einer Aluschale ausgefüllt, die mit etwas Wasser gefüllt ist. Links und rechts davon wird die Grillkohle aufgeschichtet und zum Glühen gebracht. Wenn alle kohlen glühen wird über der Aluschale das zu Grillende Fleisch aufgelegt. Bei mir waren es Spareribs (natürlich geölt, mit Meersaltz und Pfeffer bestreut, etc) Der Deckel wird geschlossen und beide Lüftungsschieber sind offen. Der obere Lüftungsschieber ist dabei direkt über der Aluschale. Ab jetzt heißt es abwarten und Bier trinken, oder Wein was man halt lieber mag. Alle 20- 30 Minuten sollte man an den Rändern Grillholzkohle nachgeben, damit sich die Kerntemperatur so um die 150-180 Grad bewegt. Ich habe immer, wenn ich Grillkohle nach gegeben habe, die Spareribs gewendet und ggf. etwas Wasser in die Aluschale nachgegossen.

Schon nach kurzer zeit macht sich ein unheimlich leckerer Geruch nach gegrilltem breit, mit einer etwas rauchigen Unternote. Das Wasser läuft einem im Mund zusammen und mann möchte am Liebsten das Fleisch vom Grill nehmen. Aber bleibt geduldig und standhaft meine Grilljünger. Erst nach ca. 2 Stunden werdet ihr merken, wie sich das Fleisch zart von den Knochen löst und das Saftige Spareribfleisch fast wie beim Amerikanischen BBQ (Bar-B-Q)

Was Ihr dazu essen wollt, bleibt euch überlassen. Wir hatten Baked Potatoe (Gebackene Kartoffel) und Sourcream (Saure Sahne mit Kreutern) dazu.

Lasst es euch schmecken!

Alles in Allem ein hervorragend gelungener erster Mai 2015, bei Sonnenschein aber kühlen Windstößen.

Euer Outdoorexperte Andy

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